THL 4 - Schwerer Verkehrsunfall auf der B2 bei Pleinfeld

Ein Todesopfer und drei Schwerverletzte nach Frontalzusammenstoß

Ein schwerer Frontalzusammenstoß zwischen zwei Pkw auf der B2 bei Pleinfeld forderte ein Todesopfer und drei Schwerverletzte. Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mehrere Stunden im Einsatz.

Mit dem Alarmstichwort „THL 4 - mehrere PKW, Personen eingeklemmt“ alarmierte die Integrierte Leitstelle Mittelfranken Süd am Freitag, den 14.08.2026, um 11:29 Uhr die Feuerwehren Pleinfeld sowie Röttenbach-Mühlstetten aus dem Nachbarlandkreis Roth zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Bundesstraße 2 bei Pleinfeld.

Laut erster Einsatzmeldung waren zwei Pkw kollidiert, wobei drei Personen in den Fahrzeugen eingeklemmt sein sollten. Die ersten eintreffenden Führungskräfte konnten dieses Lagebild bestätigen. Auf Höhe des Pleinfelder Ortsteils Mischelbach waren ein silberner Hyundai Santa Fe und ein schwarzer VW Passat frontal zusammengestoßen. Im Hyundai befand sich eine Person. Der VW Passat war mit drei Personen besetzt, darunter ein Kind im Vorschulalter.

Aufgrund des Schadensbildes und der umfangreichen technischen Rettungsmaßnahmen wurde im weiteren Einsatzverlauf der Rüstwagen der Feuerwehr Weißenburg nachalarmiert.

Noch vor Eintreffen der Rettungskräfte gelang es Ersthelfern, das im VW Passat befindliche Kind aus dem Fahrzeug zu befreien. Die Beifahrerin des Fahrzeugs konnte durch den Rettungsdienst aus dem Fahrzeug gerettet und anschließend medizinisch versorgt werden.

Der Fahrer des VW Passat war beim Eintreffen der Einsatzkräfte in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste unter Einsatz hydraulischer Rettungsgeräte durch die Feuerwehr befreit werden. Unmittelbar nach der Rettung wurde die Person an den Rettungsdienst übergeben. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen blieben jedoch ohne Erfolg. Der Mann verstarb noch an der Unfallstelle.

Auch die Fahrerin des Hyundai Santa Fe wurde bei dem Zusammenstoß in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Aufgrund des vorgefundenen Verletzungsmusters erfolgte die Rettung in enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst als schonende, zeitunkritische technische Rettung. Nach Schaffung einer ausreichenden Rettungsöffnung konnte sie patientengerecht aus dem Fahrzeug befreit und zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst übergeben werden.

Die drei weiteren Unfallbeteiligten wurden nach notärztlicher Erstversorgung aufgrund ihrer schweren Verletzungen in umliegende Kliniken transportiert. Hierzu kamen insgesamt drei Rettungshubschrauber zum Einsatz. Die Luftrettungsmittel von ADAC und DRF-Luftrettung landeten direkt auf der voll gesperrten Bundesstraße 2, unterstützten den anwesenden Rettungsdienst und übernahmen den Transport der Fahrerin des Hyundai Santa Fe, der Beifahrerin des VW Passat sowie des Vorschulkindes in geeignete Unfallkliniken.

Aufgrund der erforderlichen Vollsperrung der Bundesstraße 2 wurden zusätzlich verkehrslenkende Maßnahmen eingeleitet. Der laufende Verkehr wurde bereits an den Anschlussstellen Pleinfeld Nord sowie Heideck/Liebenstadt ausgeleitet. Nach Einrichtung der Streckensperrung mit den Verkehrssicherungsanhängern der Feuerwehren Pleinfeld und Röttenbach-Mühlstetten wurde für die weiteren notwendigen verkehrslenkenden Maßnahmen auf den Umleitungsstrecken zusätzlich die Feuerwehr Mischelbach nachalarmiert.

Zur Klärung der Unfallursache wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Gutachter zur Unfallaufnahme hinzugezogen. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wurden die am Unfall beteiligten Fahrzeuge durch die Polizei sichergestellt beziehungsweise beschlagnahmt.

Gegen 13:30 Uhr konnten die ersten Einheiten der Feuerwehr Pleinfeld sowie Teile der Feuerwehr Röttenbach-Mühlstetten die Einsatzstelle verlassen und ihre Einsatzbereitschaft wiederherstellen. Weitere Kräfte verblieben zunächst zur Unterstützung der polizeilichen Maßnahmen sowie zur Aufrechterhaltung der Sperr- und Verkehrslenkungsmaßnahmen.

In Spitzenzeiten waren rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei an der Einsatzstelle sowie im Bereich der eingerichteten Sperr- und Umleitungsstrecken im Einsatz.

Die Bundesstraße 2 blieb während der Rettungs-, Bergungs- und Ermittlungsarbeiten vollständig gesperrt. Die Vollsperrung konnte erst nach Abschluss der Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge gegen 15:15 Uhr aufgehoben werden. Anschließend wurde die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben.


Einsatzart Technische Hilfeleistung
Einsatzstart 14. August 2026 11:29
Einsatzdauer 3,75
Alarmierte Einheiten

Kreisbrandinspektion Weißenburg-Gunzenhausen
- Weißenburg Land 3/5 (KBM Brandkreis 5)
- Weißenburg Land 2/2 (KBI Inspektion 2)
- Weißenburg Land 2/5 (KBI IuK & Katastrophenschutz)
- Weißenburg Land 4/10 (KBM Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

PSNV-E des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen

FF Pleinfeld
FF Röttenbach-Mühlstetten (Landkreis Roth)
FF Weißenburg i.Bay.
FF Mischelbach

Polizei
Rettungdienst
DRF Luftrettung Christoph Nürnberg
DRF Luftrettung Christoph 27
ADAC Luftrettung Christoph 65

Unfallsachverständiger
Straßenmeisterei
Abschleppunternehmen