Kreiseinsatzzentrale (KEZ)

Mit dem Übergang der Alarmierung der Feuerwehren im Landkreis von der Polizeiinspektion Weißenburg auf die Integrierte Leitstelle (ILS) in Schwabach war auch eine Umstrukturierung der Alarmierungsorganisation verbunden. Früher erfolgte nach der Erstalarmierung durch die PI Weißenburg im Gefolge auch die Besetzung der Nachalarmierungszentrale Gunzenhausen oder Weißenburg für weitere Nachforderung von Einsatzkräften. Mit der Einführung der ILS in Schwabach mit den entsprechenden modernen Leitstellenrechnersystemen entfiel zuerst einmal auch die Notwendigkeit der Nachalarmierungszentralen.

Die Erfahrung anderer zuvor schon ans Netz gegangener Leitstellen machte jedoch deutlich, dass bei Großschadenslagen – wie z. B. Unwetter mit Starkregen und/oder Sturm – die personellen und technischen Ressourcen aufgrund des massenhaften Anfalls an Schadensereignissen einer Leitstelle schnell erschöpft sind.

Dies führte dann dazu, dass für den Landkreis Weißenburg/Gunzenhausen 2015 unter dessen Trägerschaft eine Kreiseinsatzzentrale (KEZ) ins Leben gerufen wurde, die bei solchen Unwetterlagen die ILS unterstützt und entlastet. Die Örtlichkeit in der Zentrale der Feuerwehr Weißenburg bot sich hier an, zumal auch geschultes Personal aus Zeiten der Nachalarmierungszentrale zur Verfügung stand. Auch stehen weitere Räumlichkeiten für einen Ernstfall hier zur Verfügung. Derzeit wird die KEZ von Klaus Höhne geleitet.

In der KEZ werden nur sogenannte „zeitunkritische“ Einsätze von der Leitstelle an die Kreiseinsatzzentrale übergeben. Zeitkritische Einsätze wie Brände, Unfälle oder allgemein Einsätze mit „Menschenleben in Gefahr“ usw., verbleiben weiterhin zur Einsatzbegleitung in der Leitstelle. Auch rückwärtige Tätigkeiten bei singulären Großschadenslagen oder im Katastrophenfall können der KEZ aufgrund ihrer technischen und personellen Fähigkeiten im Einsatz übertragen werden.

Die Besatzung der Kreiseinsatzzentrale hat im Regelfall eine Stärke von 5-6 Feuerwehrleuten. Über Funk ist die KEZ unter dem Funkrufnamen „Florian Weißenburg-Land“ erreichbar. Neben der Funk-Sondergruppe SoG_02_SC ist auch die Kontaktaufnahme in besonderen Fällen unter der Rufnummer 0 91 41 / 50 86 oder E-Mail kez@feuerwehr-weissenburg.de (nur nach tel. Zustimmung!) möglich.

Der Ablauf eines Einsatzes für die Kreiseinsatzzentrale (KEZ) folgt bei größeren Unwetterlagen immer einem bewährten Muster:

Deutet sich aufgrund der meteorologischen Warnungen und der ersten eintreffenden Schadensmeldungen im Landkreis eine Unwetterlage an, die größeren Ausmaßes ist, fordert die ILS die Besetzung der KEZ über eine spezielle Funkmelderschleife an. Die Arbeit kann dann binnen weniger Minuten aufgenommen werden. Die mit der Unwetterlage zusammenhängenden Einsätze werden an die KEZ Weißenburg zur Zeit noch über Funk und Fax übergeben. Die im Einsatz befindlichen Feuerwehren werden aufgefordert auf die Sondergruppe SoG_02_SC zu schalten, auf dem sie für die Zeit ihres Einsatzes durch die KEZ geführt werden bzw. die KEZ auch ihr Ansprechpartner ist. So ist gewährleistet, dass die ILS zeitkritische Einsätze ungestört von dem hohen Funkaufkommen des Unwettereinsatzes ihren Notfallaufgaben nachkommen kann. Die KEZ übernimmt dabei die Einsatzdokumentation des Gesamteinsatzes, disponiert freiwerdende Einsatzkräfte für neue Unwettereinsatzstellen und übergibt diese nach deren Abarbeitung wieder funktechnisch der ILS.

 

Kurzinformation für „Einsätze mit Kreiseinsatzzentrale“ zum

KEZ_Kurzinformation_v1.2_digital.pdf (200,7 KB)

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